STUTTGARTER JURISTENKABARETT

Pressestimmen

Die Heilbronner Stimme meinte am 5.7.2015:

http://m.swp.de/bietigheim/lokales/landkreis_ludwigsburg/Juristen-kapern-ein-Schiff;art1188795,3319617

 

Der Schwarzwälder Bote vom 5.10.2014

Wildberg

Auf hoher See ist es wie vor Gericht

Schwarzwälder-Bote, 05.10.2014 15:50 Uhr

1

page1image2176

Unter dem Motto "Vor Gericht und auf hoher See..." stand der Auftritt des Stuttgarter Juristenkabaretts in der Wildberger Stadthalle. Foto: Priestersbach

Von Uwe Priestersbach

Wildberg. Auf hohe See begibt sich das Stuttgarter Juristenkabarett mit seiner aktuellen Schiffbruch-Tour. Und dabei warfen die fünf Volljuristen aus der Landeshauptstadt mit der MS Justitia jetzt auch in der gut besuchten Wildberger Stadthalle ihren Anker aus.

Eingeladen zur kabarettistischen Kreuzfahrt unter dem Motto "Vor Gericht und auf hoher See..." hatte die SPD-Bundestagsabgeordnete Saskia Esken, die damit jetzt die

page1image7240

 

Kabarett-Tradition der Kreis-SPD zum Tag der Deutschen Einheit fortsetzte. "Ich hatte das Juristenkabarett bereits im Stuttgarter Renitenztheater gesehen. Das ist nicht nur für Juristen ein Vergnügen", sagte Esken und freute sich über die gute Resonanz in der praktisch ausverkauften Stadthalle, die vom Wildberger SPD-Ortsverein bewirtet wurde.

Und so begaben sich die Richterin Anette Heiter, Richter Herbert Anderer sowie die Rechtsanwälte Elke Kunzi, Thomas Lang und Thorsten Majer in Matrosenanzügen auf die Bühne der Stadthalle, auch um die eigene Zunft ins Visier zu nehmen und kräftig durch den Kakao zu ziehen. Begleitet vom Schifferklavier wurden da Seemannslieder angestimmt – getreu dem Motto "Das kann doch einen Juristen nicht erschüttern". Aus altbekannten Liedern wie "Eine Seefahrt, die ist schön" wurde "So ein Rechtsstreit, der ist schön", und aus "Junge komm bald wieder" wurde die Neuauflage "Junge lern was G’scheites".

Doch es wurde auch gereimt: "Bei dieser Gesetzesflut verlierst du leicht den Mut". Und Thorsten Majer wusste als Kapitän der MS Justitia, dass Staatsanwälte in vorauseilendem Gehorsam auch "Weisungen befolgen, die noch gar nicht erteilt wurden". Die Passagiere der Kreuzfahrt warnte er, Rechtsanwälte zu füttern, denn "die werden sie sonst nicht mehr los".

Die Crew bot bei der Vergnügungsreise auch Fortbildungsveranstaltungen an, damit die Reise von der Steuer abgesetzt werden kann. Für Lacher sorgte die bayerische Version des Mottos der gut zweistündigen Kabarettveranstaltung: "Vor Gericht und auch hoher See – kennst du den Seehofer, ist alles okay".

Eine Erkenntnis des Abends lautete denn auch, dass man als Jurist "so richtig böse sein kann und dafür noch Geld bekommt". Im Fortbildungsteil für Anwälte kam dann der Tipp, "das Potenzial in ihren Mandanten zu entdecken", ähnlich dem Kfz- Mechaniker, der beim Öffnen der Motorhaube den Kopf schüttelt und bereits weiß, "das wird teuer". Klar, dass jetzt auch die Scheidungsanwälte ihr Fett abbekamen und das Juristenkabarett reimte: "Schön ist die Ehe als Hafen, doch irgendwann ist sie vorbei, dann zählen nur noch Paragrafen, dann wird sie zur Quälerei." 

Schwäbische Post vom 28.2.2013

 

Von wegen staubtrockene Juristen

Das Stuttgarter Juristenkabarett gastierte im Ellwanger Atelier Rudolf Kurz und nahm sich selbst aufs Korn

 

Mit ihrem Programm „Ahoi!“ gastierte am Freitagabend im Atelier Kurz vor gut 100 Gästen das Stuttgarter Juristenkabarett. Für beste Stimmung unter den anwesenden Kollegen sorgte der Abend, der dem Sprichwort folgte: Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand, oder wie sie abgewandelt sangen: „Haltet die Reeling beim Kotzen fest in der Hand.“

 

SABINE FREIMUTH

 

Die MS Justitia auf hoher See: Juristen nahmen sich auf die Schippe. (Foto: sab)

 

Ellwangen. Von wegen humorlos und staubtrocken: Juristen können ganz anders. Das bewiesen die fünf Stuttgarter mit ihrem zweistündigen Programm. Reimfest, sangesfreudig und selbstironisch verlegten sie die Erfahrungen aus ihrem Arbeitsalltag auf das Kreuzfahrtschiff MS Justitia.

Im Matrosenoutfit wurden nicht nur deftige Juristenwitze zum Besten gegeben, sondern auch gewaltig über die eigene Species hergezogen. Kaum ein Rechtsanwalt komme heute noch ohne Nebenjob aus. So eigne sich derselbige an Bord als Hilfskoch in der Kombüse oder als Kakerlake im Untergeschoss. „Aber bitte nicht füttern. Sie werden sie nicht mehr los“, meinte Smutje Thomas Lang, selbst Rechtsanwalt.

Auf die Planken kam nach und nach das ganze Bordprogramm. Kollektive Brechübungen, Wellness und Schönheits-OP. Dazwischen justizmäßig abgewandelte Seemannslieder. Aus „Junge komm bald wieder“ wurde so „Junge lern was G’scheites“ und aus „Eine Seefahrt, die ist schön“ „So ein Rechtsstreit, der ist schön“.

Neben Klatsch und Tratsch beherrschten die fünf auch die kleinen Spitzen auf die aktuelle Politik. Da musste der Ex-Ministerpräsident Mappus ebenso herhalten wie Heiner Geissler und die FDP. Einfach herrlich die Imitation von Thorsten Majer als Ministerpräsident Kretschmann, der verzweifelt einen Anwalt engagieren wollte. Rechtsanwältin Elke Kunzi und Richterin Anette Heiter parlierten im Wellnessbereich über Schönheits-OPs. Nicht nur Leichtmatrose, sondern auch am Schifferklavier der stellvertretende Leiter des Amtsgerichts Hechingen Herbert Anderer. Bei donnerndem Applaus wurden die Gäste nach der Zugabe an die Bordbar gebeten.

© Schwäbische Post 27.02.2013zurück

 

 

 

 

Heilbronner Stimme vom 11.10.2010

 

Das wahre Kabarett findet draußen statt

Von Uwe Deecke

 

 

Heilbronn - "Das Witzigste, was die Stuttgarter Justiz zu bieten hat" − so wirbt das neu formierte Juristenkabarett für sich. Wer hier einen Widerspruch vermutet, wird eines Besseren belehrt. Witzig ist es und aktuell dazu: ein Beweis, dass man auch als Nicht-Profi gelungenes Kabarett bieten kann. Wer kennt es nicht, das Kasperle, das mit dem Knüppel auf Widersacher losgeht? Weil das aber verboten ist, wird es Strafrichter, kann so ganz legal den Knüppel auspacken und zwischendurch in den Beamtenschlaf fallen. So leiteten die fünf Juristen ihr Programm "Kasperle räumt auf" ein, das sie für den Anwalt- und Richterverein im IHK-Saal zum Besten gaben.

Ausgeschlafen

Das wahre Kabarett findet draußen statt, wissen die fünf ausgeschlafenen Juristen, und sie treiben ihre wahren Geschichten intelligent auf die Spitze. Die vom privatisierten Offenburger Knast beispielsweise, der so mondän ist, dass man endlich auch hochrangige Kriminelle wie Zumwinkel einbuchten kann. Auch das Gerücht, dass große Unternehmen Knäste sponsern, weil ein eigener Vorstand darin landen könnte, wird überzeugend verbreitet: "Ob Mörder, Räuber, Schurk, jeder will nach Offenburg".

Die Fünf um Richterin Anette Heiter präsentieren ihr Programm mit viel Tempo und Wortwitz. Dass man dabei auch aktuell und frech zur Sache gehen kann, beweist die neue Nummer zu Stuttgart 21 mit Anwalt Thorsten Majer als Ministerpräsident. Scheidungsfälle gehören für Juristen zum Unterhaltsamsten, daher haben die Stuttgarter auch hierzu einen passenden Sketch.

Hintergründig

Wenn einer Mitarbeiterin wegen Diebstahls einer Maultasche gekündigt wird, texten die Juristen eine hintergründige Nummer dazu mit Landgerichts-Präsident Herbert Anderer als Richter. Auch ein Gipsbein von Anwalt Thomas Lang können ihn vom Einsatz auf der Bühne nicht abhalten.

 

Pressezitate seit 1956

 

 

Stuttgarter Zeitung 1.10.1956: Ein Team von Anwälten spielte einen selbst verfassten Sketsch- witzig, satirisch, drastisch und beziehungsreich... Auch Richter boten ein Kabarett..., ein Feuerwerk von Bonmots und Witzen, von Parodie und Chansons, von Selbstpersiflage und Humor, wie man es manchen Kabarettisten von Profession wünschen möchte.

 

Stuttgarter Nachrichten 23.2.1970: ...Das Schönste an dem siebenteiligen "Happening In Jus": Die Zielscheibe aller Gaudi, aller spöttischen Kritik war die Justiz selbst.

 

Stuttgarter Zeitung 13.3.72: ...Zu vorgerückter Stunde gab's eine geistvoll spritzige kabarettistische Einlage, die ausschließlich aus den eigenen Reihen bestritten wurde...

 

Stuttgarter Nachrichten 11.3.74: ...Auch sich selbst nahmen die Damen und Herren auf die Schippe. Ein Professor für Intimrecht tauschte geistreich Eherecht gegen Mietrecht aus... Klar, dass der schon wohlbekannte Wachtmeister Schnäuzle die Sicherungsgruppe für den Bader-Meinhof- Prozess leitete. Und Robert Lembke hätte lernen können, wie heiteres Beruferaten wirklich heiter wird.

 

Stuttgarter Nachrichten 29.3.76: ...Wieder einmal erntete "Justizwachtmeister Schnäuzle" Riesenbeifall...Der Höhepunkt: Rechtsanwalt Dr. Wurst, der vor zwanzig Jahren dieses virtuose Kabarett aus den eigenen Reihen ins Leben gerufen hatte, musste sich als Angeklagter für manch spaßigen Schriftsatz verantworten.

 

Stuttgarter Zeitung 14.3.78: ...Dem eigenen Stand der Richter und Anwälte hielten die Akteure ihren karikierenden Spiegel dicht vor die Nase, wenn auch betont wurde, dass ein würfelnder Einzelrichter, ein Karten spielendes Schöffengericht oder ein mit Karlsruhe über die Herausgabe von Prozessakten an die Springerpresse telefonierenden Senatspräsident in der Realität "natürlich niemals" vorkämen...

 

Stuttgarter Zeitung 10.3.80: ...Dieses Kabarett, aber das ist sicherlich nichts Neues, ist ausgezeichnet. Lob gebührt...für die Gesamtleitung Rechtsanwalt Eberhard Glauner, welchem man an diesem Abend mehrfach komödiantische Qualität bescheinigte...

 

Stuttgarter Zeitung 15.3.82:...DFB-Chefankläger Kindermann wurde ebenso durch den Kakao gezogen wie die Abrüstungsverhandlungen, die Nürnberger "Komm-Vorkommnisse“ oder ein Stereo- Gerichtsverfahren, gleichzeitig gegen einen Kriegsdienstverweigerer und einen Asylbewerber. Besonders gelungen eine Parodie auf Herbert Wehner und eine Ansprache über die Beseitigung der Gewaltenteilung.

 

Stuttgarter Zeitung 3.4.84: ...Erstaunlich die gesangliche Interpretation der dargebotenen Themen ...Mit Lokalkolorit aus der Justiz sprach Eberhard Glauner nicht nur die Computer-Geplagten Rechtspraktiker an...

 

Kölnische Rundschau 25.11.85: Das vierköpfige Ensemble, bestehend aus drei Anwälten und einem Richter, nahm mit Sketchen und Liedern seine Kollegen und deren Probleme gekonnt aufs Korn.

 

Stuttgarter Nachrichten 10.3.86: ...Frech, witzig und schlagfertig nahmen die acht Laienkabarettisten Aktuelles auf die Schippe...Als musikalisch-kabarettistische Entdeckung entpuppte sich Anette Schempp, Jurastudentin mit Schauspieltalent und Ausnahmestimme...

 

Juristische Nachrichten Mai 87: ...Zum Deutschen Anwaltstag 1987 wurde die Gruppe samt Begleitband nach Hamburg eingeladen. Dort gastierte das Stuttgarter Juristenkabarett am 28.5. in der Kleinen Komödie...Aufgeführt wurde die Eigenproduktion "Der Name der Robe", ein "Jusical" in drei Akten für Juristen und Normale...

 

Stuttgarter Zeitung 27.5.87: ...Spezialist für solch verqueren Rollenspiele ist das Stuttgarter Juristenkabarett...Von äußerster Delikatesse war bereits die Wahl des "Gerichtsorts": Die ausverkaufte "Röhre"...Die intonationssicher vorgetragenen Songs heben die Szenen aus dem Juristenleben weit über ein bloßes Berufsspartenkabarett. Die 22 jährige Anette Schempp ist als Jazzsängerin in Stuttgart ja keine Unbekannte mehr. Wenn sie und der in Konstanz studierende Peter Förschler von der Solid Old Jazzband ...begleitet werden, dann scheint sogar etwas von den Glanzzeiten eines musikalisch exzellenten Kabaretts der zwanziger Jahre auf...

 

Stuttgarter Zeitung 7.3.88: ...Die böse Vision des total verkommerzialisierten Strafprozesses hat das Stuttgarter Juristenkabarett am Samstag in der Liederhalle gezeichnet. Der Auftritt von Eberhard Glauner, Sylvia Reiser- Härlen, Peter Förschler und Anette Schempp war der Höhepunkt des Juristenballs...

 

Stuttgarter Nachrichten 20.4.88:...In der Produktion "Verdummungsverbot" zaubert das Stuttgarter Juristenkabarett Zukunftsvisionen der Rechtsprechung auf die Bühne der ausverkauften "Röhre"...Stürmischen Applaus ernteten die Stimm-Imitatoren Förschler und Glauner für ihren olympischen small- talk...

 

Stuttgarter Zeitung 12.3.90: "Orkane der Rechtspflege" wehten im Beethovensaal der Liederhalle über die Bühne- ein frischer Wind, den ein Juristenkabarett in den eigenen Reihen aufgewirbelt hat..

 

Stuttgarter Nachrichten 31.3.90: Kein Aprilscherz: Manchmal bringen sogar Juristen einen Saal zum Lachen. Am Sonntag gastiert das Stuttgarter Juristenkabarett...in der "Röhre". Es mischen mit: Rechtsanwalt und IG-Jazz-Chef Eberhard Glauner und die Rechtsreferendarin Anette Schulz, besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Schempp als Sängerin der Band "Honey Pie".

 

Stuttgarter Nachrichten 16.3.92: ...Absoluter Höhepunkt für die 2000 Gäste war zu vorgerückter Stunde der Auftritt des Stuttgarter Juristenkabaretts, in dem vor mehr als zwanzig Jahren Alfred Biolek Bühnenpremiere feierte. "Mit Unfug und Recht" und spitzer Zunge kommentierten und karikierten Elke Büssow, Anette Schulz, Peter Förschler, Eberhard Glauner und Georg Prasser alle, die in der Paragraphenzunft Rang und Namen haben...

 

Stuttgarter Nachrichten 5.5.93: Von Beginn an lassen sie keinen Zweifel daran, dass sie vom Fach sind. Das Stuttgarter Juristenkabarett im Renitenztheater zeigt in einem Sketch, wo Justitia in Deutschland steht, besser noch: wo sie stecken geblieben ist...

 

Stuttgarter Zeitung 23.5.93: Gesellschaftsabend beim Anwaltstag: "Die besten Texte schreibt das Leben" meint das Stuttgarter Juristenkabarett und brauchte deshalb zur umfassenden Belustigung des Publikums auch "nur" aus dem Vollen des anwaltlichen und außeranwaltlichen Alltags zu schöpfen... Die fünf Juristen würden auch als hauptberufliche Kabarettisten ihr Auskommen finden...

 

Stuttgarter Wochenblatt 27.5.93:...Das Stuttgarter Juristenkabarett, bestehend aus den hauptberuflichen Juristen Elke Kunzi (geb. Büssow), Anette Schulz (geb. Schempp), Peter Förschler, Eberhard Glauner und Georg Prasser gastierte im Stuttgarter Renitenztheater, einer Profi-Bühne, mit seinem Programm "Das wahre Kabarett". Dabei nahmen es die Rechts- und Staatsanwälte hinsichtlich der Texte, die überwiegend aus der Feder oder besser aus dem Computer von Eberhard Glauner stammen...ohne weiteres mit jedem Profi-Kabarett auf...

 

Stuttgarter Nachrichten 14.3.94: Ein...Ballhöhepunkt war wie gewohnt das Juristenkabarett. Elke Kunzi, Anette Schulz, Eberhard Glauner und Georg Prasser setzten die schon professionelle Tradition fort, die 1956 ein damals noch unbekannter Referendar aus Waiblingen namens Alfred Biolek mitbegründet hatte...Bissig und scharfzüngig hielt das Juristenkabarett den Berufkollegen mit dem Programm "In flagranti" den Spiegel vor...

 

Filderzeitung 2.4.94: Früher war das Ensemble eine Zierde gesellschaftlicher Veranstaltungen, die von Juristen ausgerichtet wurden. Inzwischen ist es zum Leckerbissen im Jahresprogramm des Stuttgarter Renitenz-Theaters geworden...So kann das neueste Programm, mit dem Titel "In flagranti", nur zum Besuch empfohlen werde. Das Stuttgarter Juristenkabarett sorgt für einen gleichermaßen intellektuell ansprechenden wie auch unterhaltsam- kurzweiligen Abend im Stuttgarter Renitenztheater...

 

Stuttgarter Zeitung 30.4.94: Juristen und Humor: ein Paar, das nicht gerade häufig Hand in Hand daherkommt. Doch dass Rechtsprechung und Slapstick sogar mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede haben, davon überzeugte das "Stuttgarter Juristenkabarett" einmal mehr sein Publikum am Montagabend im Renitenz-Theater. Die Mitglieder des Ensembles sind allesamt hauptberuflich in Gerichtssälen und Anwaltskanzleien tätig; die Bühne betreten sie erst nach Verhandlungsschluss...Die Truppe in ihrer heutigen Zusammensetzung tritt seit zwei Jahren auch vor ein nicht-juristisches Publikum und erheitert dies durch den frechen und entlarvenden Umgang mit dem eigenen Berufsalltag...

 

Stuttgarter Zeitung 24.4.96: Kann das gut gehen, wenn waschechte Juristen Kabarett machen, oder wird's da eher verquält und peinlich? Das Stuttgarter Juristenkabarett jedenfalls kriegt seine Sketche locker über die Bühne des Renitenz-Theaters und räumt mit dem Vorurteil auf, Juristen müssten allemal humorlose Paragraphenknechte sein. Da gibt es Elke Kunzi (Anwältin) und Anette Schulz (Richterin), beide kess und cool. Da ist der schwäbisch bruddelnde Eberhard Glauner (Anwalt), den man sich gut als Dorfrichter Adam vorstellen könnte. Georg Prasser (Anwalt) brilliert mit öligem Conferenciergehabe und Thomas Lang (Jurastudent) hat einen herrlich bösen Schnodderton am Leibe...

 

Filderzeitung 25.4.96: Was die fünf Juristen als Kabarettisten gleich zu Beginn versprechen: "Wir reden Tacheles und stellen uns nach Kräften quer", das halten sie denn auch oder, mit anderen Worten, sie treten rund zwei Stunden lang den durchweg schlagfertigen und kurzweiligen Beweis für diese Behauptung an.

 

Stuttgarter Nachrichten 16.3.98: Höhepunkt dieses gesellschaftlichen Ereignisses für Rechtsgelehrte aller Sparten war auch dieses Mal das Juristenkabarett...Aktuell und bissig aufs Korn genommen wurden unter anderem die Reformpläne für die Referendarausbildung, der große Lauschangriff und die Qualitätssicherung in der Anwaltskanzlei...

 

Stuttgarter Zeitung 17.6.98: ...Die Herrschaften kennen die Materie. Von Haus aus sind sie seriöse Juristen. Anette Schulz arbeitet als Richterin, Georg Prasser, Eberhard Glauner und Rudolf Roth sind Rechtsanwälte, Thomas Lang ist Rechtsreferendar... Wahrscheinlich machen sie eben deshalb Kabarett, um mal kein Blatt vor den Mund nehmen zu müssen. Im Renitenztheater hat das Juristenkabarett nun sein neues Programm aufgeführt. "Verbrechen muss sich wieder lohnen!", so nennt sich die muntere Szenenfolge mit Hintersinn...

 

Wormser Zeitung 6.7.98: Viel Beifall für Stuttgarter Juristenkabarett im Herrnsheimer Schloss...Denn die vier "Paragraphenreiter"... spießten, wie sie singend das dicht gedrängte Publikum vorwarnten, nicht nur jede Menge krimineller Zeitgeistsünden auf, sondern scheuten sich auch nicht davor, ins "eigene Nest zu scheißen"... Zwar versicherten am Ende der Vorstellung die zungenfertigen und spielfreudigen Juristen glaubhaft, dass das wahrhafte Kabarett draußen stattfindet, aber selten wird es so gut wie drinnen vorgeführt.

 

Stuttgarter Zeitung 30.6.99: Die im scharfsinnigen Denken geschulten Juristen sind ideale Kabarettautoren… Denn wenn man das in sich schlüssige Gedankengebäude nur ein wenig verschiebt, ergeben sich die zwerchfellerschütterndsten Schlussfolgerungen.

 

Stuttgarter Nachrichten 1.7.99: Unterstützt durch den Jazzpianisten Patrick Tompert beweist das Stuttgarter Juristenkabarett, dass es nichts von dem Biss verloren hat, der schon seine früheren Programme auszeichnete - mit ätzendem Witz und spitzen Pointen nehmen sich die Ensemblemitglieder der Befindlichkeiten vor dem und außerhalb des Gerichts an...Auch die Papiertiger vom Amt bekommen ihr Fett weg und tatsächlich gelingt Georg Prasser und Thomas Lang hier eine frische Beamtensatire...Auch Elke Kunzi beweist in stetigem Rollenwechsel...große Wandlungsfähigkeit und Spielfreude; Eberhard Glauner profiliert sich als mit allen Wassern gewaschener Grandseigneur jenseits aller Ideale. Ein heiterer und hintersinniger, manchmal zum Brüllen komischer Abend.

 

Esslinger Zeitung 26.6.2000: Markant, frappant und ganz schön frech. Sie nehmen kein Blatt vor den Mund und kennen kaum Tabus: Scharfzüngig entlarvte das Stuttgarter Juristenkabarett die Doppelmoral aktueller Rechtsprechung...Wortgewandt und hintersinnig, listig und entwaffnend komisch, mal mit Talar und mal ohne - so kommt das Stuttgarter Juristenkabarett daher. Die sechs Akteure - Amtsrichterin Anette Heiter und die Anwälte Elke Kunzi, Georg Prasser, Eberhard Glauner und Thomas Lang, begleitet von Patrick Tompert am Klavier - singen und reimen was das Zeug hält und kümmern sich auch nicht um Fettnäpfchen...Und so jagt ein Gag den nächsten. Ob schrill oder seriös - die sechs überzeugen in jeder Rolle ihres neuen Programms "2000 Jahre Juristen - ein Kabarett."

 

Stuttgarter Zeitung 28.6.2000: Einschlägig abgestraft. Das muntere Sextett hiesiger Rechtsgelehrter beginnt sein Programm mit einer Art Stuttgarter Schuldbekenntnis..."Stuttgarter Erklärungsstelle", kurz SEKS, heißt die hilfreiche Einrichtung, an die sich Bürger wenden können, die sich im Dickicht der Paragrafen verirrt haben. Mit dieser Rahmenhandlung lässt sich fast alles machen: Die Antwort kann kalauerkurz oder in einer Szene ausgespielt oder gar ausgesungen werden. Bei Letzterem sticht natürlich Anette Heiter vom Trio Honey Pie hervor...Ihre Themen entstammen dem Alltag. So wird ganz unerfreulich aktuell ein Führerschein für Kampfhunde ausgestellt, Asylbewerber werden musikalisch heimgeschickt und ein sehr malerisch anzuschauendes Gericht in der Südsee befasst sich mit der Frage, ob das Tragen eines Brusttuchs im Schuldienst erlaubt sei. Obwohl die Mitglieder des Juristenkabaretts Amateure sind, bringen sie ganz berufsmäßig die stärkeren Nummern nach der Pause und verschärfen dann das Tempo, was dem Abend eine erfreuliche Kurzweiligkeit gibt.

 

Stuttgarter Nachrichten 1.7.2000: Dummheit gemacht? Weiter so! In ihren schwarzen Roben sehen die Mitglieder des Stuttgarter Juristenkabaretts richtig würdevoll aus. Doch eigentlich ist das schwarze Gewand nur das sichtbare Zeichen für rabenschwarzen Humor... Wer sonst bei Gericht und in Rechtsfragen nichts zu lachen hat, sollte sich das Stuttgarter Juristenkabarett nicht entgehen lassen.

 

Südkurier Konstanz 11.9.2000: Das Juristenkabarett aus Stuttgart gab...einen ironischen Einblick in seinen Berufsstand und juristische Tätigkeiten: heiter und komisch, hintersinnig, aber manchmal bitterböse... Die Ideen für die Texte und Gesangseinlagen stammen aus der Rechtspolitik und dem Berufsalltag der Richter und Anwälte...Aber auch Politisches, wie die Asylpolitik, die Greencard oder die Spendenaffären Kohl und Koch werden aufgegriffen.

 

Eßlinger Zeitung 22.3.02: Letztendlich ist alles eine Frage der Perspektive. Und die ist im jüngsten Stück der "Rechtsverdreher" bewusst schräg. Der "Lokaltermin" wurde als Preview bei den Esslinger Galgenstricken abgehalten. Bisher begeisterten die spitzfindigen Volljuristen stets mit einem Nummernkabarett. Nun wagten sich Anette Heiter, Elke Kunzi, Thomas Lang, Eberhard Glauner, Georg Prasser und Patrick Tompert am Flügel erstmals an ein komplexes Schauspiel...Nicht nur der virtuelle Stripp, auch die Stimme von Ex- Honey- Pie- Mitglied Anette Heiter ist sensationell...Der Charme des Unvollkommenen machte den Reiz dieser Vorpremiere aus. Die spitzen Ecken und rauen Kanten wirken prickelnd und belebend wie Franzbranntwein aufs ermattete Feierabendgemüt...Für herrliche Momente im "Lokaltermin" könnte man glatt Gefängnis riskieren.

 

Stuttgarter Zeitung 27.03.02: Womit sich manches Profiensemble abquält, das schütteln die Amateure des Stuttgarter Juristenkabaretts diese Woche im Renitenztheater scheinbar ganz locker aus dem Ärmel. Sie spannen das herkömmliche Nummernprogramm mit einer ungezwungenen Rahmenhandlung zu einem durchgehenden Zweiakter zusammen und wahren dabei sogar auf klassische Weise die Einheit des Ortes und der Zeit...Das sechsköpfige Ensemble des Stuttgarter Juristenkabaretts verpackt in die Zwiegespräche allerhand aktuelle Zeitkritik unter besonderer Berücksichtigung der Rechtsprechung und erfindet ganz nebenbei das schöne Wort "schil(l)ieren", abgeleitet von Schill und Schily...Und auch die Ohren kommen nicht zu kurz, denn - scheinbar beiläufig in die streckenweise turbulente Handlung eingebaut - treffend getextete Lieder machen den Abend kurzweilig und bunt.

 

Stuttgarter Nachrichten 27.03.02: Beim diesjährigen Lokaltermin im Renitenztheater bewegen sich die Zeugen Justitias zwischen gehobenem schwäbischen Mundarttheater - Mäulesmühle de luxe - vorsätzlicher Verletzung von politischer Correctness und Justizparodie. Eine Mischung, die überraschend gut gelingt. Hier wird zusammengeführt, was zusammengehört: 50 Jahre Baden- Württemberg, drei Jahre Mayer- ohne- Steuer und viel zu viel Jahre Antenne 1 - garniert mit Justiz-spezifischen Pretiosen um Schill, Schily und Mittäter. Besonders gut gelungen ist der musikalische Rahmen des Tribunals: bekannte Evergreens aus Schlager, Pop und Rock werden unter juristisch- humoristischen Vorzeichen umgewandelt - unbeschwert und ohne Anspruch auf Perfektion, aber von großer Spielfreude und heiterer Abgeklärtheit. Anette Heiter (Richterin), Elke Kunzi, Eberhard Glauner, Thomas Lang, Georg Prasser und Patrick Tompert (Rechtsanwälte) zeigen bei "Lokaltermin - Die Szene wird zum Tribunal", dass ihre Justitia auf dem humoristischen Auge nicht blind ist. Zumindest auf der Kabarettbühne.

 

Fränkische Nachrichten 2.4.02: Tagsüber haben sie ihre Auftritte vor den Schranken des Gerichts, wo sie für ihre Klienten fechten. Abends begeben sie sich auf die Bretter, die für Künstler die Welt bedeuten. Die Rede ist von einem Sextett von Volljuristen, die im Lauf der Jahre auch bei der Ausübung ihres Hobbies schon so etwas wie Halbprofis geworden sind. Und deshalb tritt das "Stuttgarter Juristenkabarett", dessen Anfänge bis ins Jahr 1956 zurückreichen, auch nicht irgendwo auf, sondern in Stuttgarts Kabarett, dem Renitenztheater, wo es gleich acht Tage lang den Saal füllt.

 

Esslinger Zeitung 15.05.03: Was die Vorzeige-Anwälte im Fernsehen können, das kann das Stuttgarter Juristenkabarett auf der Bühne schon lange. Das beweisen die fünf spitzfindigen Volljuristen auch in ihrem jüngsten Programm "Sex & Crime & Rock’n’roll".

 

Stuttgarter Zeitung 21.05.03: Geschickt nutzen die Juristen die ihnen wohlbekannte Dramaturgie gerichtlicher Verfahren. Das Plädoyer wird zur Soloconference, im formalisierten Streitdialog wird Spannung erzeugt. Tagespolitische Anspielungen erzeugen Aktualität, musikalische Untermalung - am Flügel Patrick Tompert -steigert den Unterhaltungswert. Wohlklingende Gesänge verwandeln die Szene zeitweise in ein Musical.

 

Fränkische Nachrichten 31.5.03: Sind schon die fernsehgerechte Hauptverhandlung und die Diskussionen in der Anwaltskanzlei recht witzig und originell, so lassen die Akteure auch keine Gelegenheit aus, neben den Parodien im juristischen Bereich und dem Austausch von Unfreundlichkeiten zwischen freiberuflichen und beamteten Juristen auch die kabarettreifen Zustände der Gesellschaft ins Visier und aufs Korn zu nehmen.

 

Schwäbische Zeitung 21.11.03: Witzig, charmant, ironisch. Stuttgarter Juristenkabarett, das sind zwei Frauen und vier Männer, die allesamt noch ihre juristischen Berufe als Richterin oder Rechtsanwalt ausüben und nebenher als Kabarettisten regelmäßig im Renitenztheater in der Landeshauptstadt auftreten. In temporeicher und witziger Weise nahmen sie in der eriskircher Festhalle aktuelle Fragen aus der Justizszene und der Politik intelligent und "mit profundem juristischen Halbwissen" unter die Lupe.

 

Nürnberger Zeitung 23.02.04: Rund 160 kamen und amüsierten sich auf das Köstlichste. Dies obwohl das für den Unterhaltungsteil zuständige Stuttgarter Juristenkabarett "Heute nur Zugaben" servierte, allerdings gar nicht sparsam und von der heitersten Sorte. Selbst "harte Brocken" wurden den Anwesenden leicht verdaulich aufgetischt. Genüsslich verbreitete man sich über die den Juristen nachgesagte Lust an der Selbstdarstellung..."Die besten Texte schreibt das Leben" singen sie und tauchen hinein in einen pointengeladenen Alltag Justitias... Das Stuttgarter Juristenkabarett nahm kein Blatt vor den Mund und erklärte die Welt so, dass jeder Zuschauer sofort erkannte, sie ist ein Kuriosum...

 

Eßlinger Zeitung 28.06.04: Recht gibt's zwischen Fleisch und Wurst. Ab heute tritt das Stuttgarter Juristenkabarett eine Woche lang im Renitenztheater auf. Am Samstag gab das Ensemble in Plochingen die Vorpremiere seines neuen Programms "Wunden gibt es immer wieder"... Begeistert ließ sich das Publikum auf den spöttisch-satirischen Blick der Juristen ein, der aus der Zukunft zurück aufs Jahr 2004 fiel...

 

Stuttgarter Zeitung 30.06.04: Seit nunmehr fast einem halben Jahrhundert stellt das Stuttgarter Juristenkabarett die Verfassung der Dinge vor den Gerichtshof des Humors. Was Wunder, wenn nun in dem neuen Programm "Wunden gibt es immer wieder" Eberhard Glauner Rückschau hält - nicht von heute auf damals, sondern von der Zukunft auf jenes vertrackte Jahr, in dem die Misere ihren Lauf nahm: das Jahr 2004...In einem kurzweiligen Prozess verhängen die fünf Rechtsgelehrten ein vernichtend komisches Urteil über die Zeit...von einer haarsträubenden sprachlichen Präzision, wie sie vermutlich nur Vertretern dieses Standes zu Gebote steht.

 

Südkurier 12.07.04: Juristen sind keineswegs staubtrockene Amtsschimmel...Soviel stand beim Auftritt der Stuttgarter Juristen und Kabarettisten in der Wilhelm- Schussen- Halle in Eriskirch bereits nach wenigen Minuten fest. Mit Lachtränen in den Augen applaudierten am Freitag mehr als 200 Besucher der seit sieben Jahren in gleicher Besetzung spielenden Stuttgarter Kabarettistengruppe "Juristenkabarett".

 

Schwäbische Zeitung 13.07.04: Die da oben sind Volljuristen, sie haben Witz und Ideen und den nötigen intellektuellen Hintergrund, sie sind seit sieben Jahren in dieser Zusammensetzung unterwegs und machen ihrem Status als Amateurkabarettisten alle Ehre. Wie man am Mitgehen spürt, muss es für das Publikum kein Nachteil sein, dass hier keine Vollprofis am Werk sind.

 

Südkurier 18.10.04: Auf der Bühne Juristen, im Saal Juristen -und das soll ein lustiger Abend werden? Das "Stuttgarter Juristenkabarett" machte es möglich. Mit politischem Witz und erotischen Songs spielte die Gruppe am Wochenende gegen alle Klischees vom angeblich so nüchternen Paragraphenreiter an.

 

Eßlinger Zeitung 15.9.06: Seit 50 Jahren gibt es das Juristenkabarett: Die Crew hat gewechselt, der einzigartige Charme ist geblieben… Anette Heiter, Elke Kunzi, Eberhard Glauner, Thomas Lang und Georg Prasser werden von dem Jazzpianisten Patrick Tompert begleitet. Allesamt im Hauptberuf Volljuristen erzählen sie in Szenen und Liedern in ihrem neuen Programm „Der qualifizierte Rotlichtverstoß im Spiegel der Rechtssprechung des Amtsgerichts Erkenbrechtsweiler“ temperamentvoll Geschichten mitten aus dem Leben. Dabei beherrschen sie die Kunst der Zwischentöne ebenso wie den gezielten, vernichtenden Dolchstoß.

 

Stuttgarter Zeitung 15.9.06: Rechtlich abgesicherter Rotlichtverstoß… Über ein halbes Jahrhundert hat sich die Zusammensetzung des Ensembles häufig geändert…Das aktuelle Sextett – seit zehn Jahren beisammen – muss nicht mit der Prominenz der Vergangenheit werben, denn alle Mitglieder haben selbst einen Namen

.

Stuttgarter Nachrichten 19.9.06: Das Absurde der Welt…Seit 50 Jahren führen die Mitglieder der Kabarettgruppe Aufgeregtheiten, wirkliche Ärgernisse und echte Skandale der Gesellschaft im Spiegel der Bühnenkunst vor. Aus einer operettenhaften Spaßgeschichte mit selbst gezimmerten Kulissen und sporadischen Auftritten beim Juristenball hat sich ein Vollblutkabarett mit Gastspielreisen, Fernsehaufzeichungen und ausverkauften Häusern entwickelt. „Der qualifizierte Rotlichtverstoß im Spiegel der Rechtsprechung des Amtsgerichts Erkenbrechtsweiler“ heißt das Jubiläumsprogramm, das in Stuttgart nicht nur im Renitenztheater, sondern auch im Rahmen des Deutschen Juristentages 2006 präsentiert wird. Und natürlich ist schon die Wortwahl im Titel eine handfeste Parodie auf die Pingeligkeit der Juristensprache.

 

Eßlinger Zeitung 21.9.06: Freibier für Gesetzestreue. Seit einem halben Jahrhundert nimmt das Stuttgarter Juristenkabarett in wechselnder Besetzung den ganz alltäglichen juristischen Wahnsinn aufs Korn…Auf schwäbisch-amüsante Weise treten die Feierabendkabarettisten ein Klischee nach dem anderen lustvoll breit und führen Vorurteile lustvoll ad absurdum. Im Mikrokosmos Erkenbrechtsweiler werden die großen politischen und sozialen Themen …zurechtgeschrumpft und in aufsässigen Sketchen und kessen Liedern mundgerecht serviert. Das Premierenpublikum lachte dankbar.

 

Stuttgarter Nachrichten 21.9.06: Mit verbalen Rechtsverdrehungen, Spitzen gegenüber der Politik und satirischen Attacken auf die Alltagsallüren unserer Mitmenschen unterhält und amüsiert das Stuttgarter Juristenkabarett in seinem Jubiläumsprogramm im Renitenztheater.

 

Ludwigsburger Kreiszeitung 23.9.06: …Und wie das schon immer war – das Zuschauen bei der Juristerei kann einen Heidenspaß machen. Und das gilt im Leben wie im Kabarett. Denn die Truppe agiert flott und unterhaltsam, macht gediegenes Ensemblekabarett.

 

Schwäbische Zeitung 10.10.06: Wahnwitzige Juristen lösen absurde Fälle. Wenn eine Richterin auf einen Justitiar und vier Rechtsanwälte trifft, dann muss nicht immer ein langweiliger Paragraphenritt dabei herauskommen. Das hat das Stuttgarter Juristenkabarett am Sonntag eindrucksvoll in der Festhalle Eriskirch bewiesen, wo die Vollblutkomödianten dem Publikum Lachtränen entlockten. Erkenbrechtsweiler – diesen Ort gibt es wirklich. Das Amtsgericht Erkenbrechtsweiler ist jedoch rein fiktiv und das ist auch gut so. Im Gerichtssaal geht’s drunter und drüber, die absurden Fälle mit ihren wahnwitzigen Protagonisten erinnern an das Königlich Bayerische Amtsgericht – nur eben auf Schwäbisch…Klasse parodieren die Stuttgarter Kabarettisten ihren eigenen Alltag. Ob grantelnder Richter, zickige Anwältin oder Bürgermeister- Prolet – die schauspielerische Leistung begeistert das Publikum. Da wird auch so manche Zote, so mancher Kalauer verziehen. Denn – und das ist das geniale am Juristenkabarett – die Mischung stimmt einfach, wie zahlreiche feine Spitzen, pechschwarze Pointen und sarkastische Anspielungen zeigen…Minutenlanger Applaus belohnt den humoristischen Parforceritt durch Gerichtsäle, Amtsstuben und bürgerliche Haushalte.

 

Stuttgarter Nachrichten 3.3.2008: Derber Humor beim Juristenball. „Seit 40 Jahren muss ich alles niedermachen“ klagte Anwalt Eberhard Glauner am Samstagabend im Kreis der „Anonymen Advokaten“. Vor 900 Besuchern in der Liederhalle unterhielten er und seine sechs Mitstreiter vom Juristenkabarett die Stuttgarter „Paragrafenreiter“, wie es im Eingangslied der Truppe hieß.